Vitamin A, C, E - Komplex + Selen, Zink u. Betacarotin - 60 Kps. zu je 500 mg - HP
Für die Augen und den Proteinstoffwechsel, den Aufbau roter Blutkörperchen und das Immunsystem; Antioxidans, beteiligt am Aufbau von Knochen, Nerven und Geschlechtshormonen, reguliert das Wachstum und die Entwicklung von Zellen.
Vitamin A kommt in mehreren natürlichen Formen vor. Die pflanzlichen Vorstufen bezeichnet man als Carotinoide, die der Körper entsprechend seinem Bedarf in Vitamin A umwandelt. Ein Beta-Carotin-Molekül kann im Körper direkt absorbiert werden und wirkt entweder als Antioxidans oder wird von den Verdauungszellen zu Vitamin A umgewandelt und dann aufgenommen. Vitamin C aktiviert und reguliert den Stoffwechsel. Es ist das Aufbauvitamin für die Stützgewebe des Körpers. Eine Fülle anderer Vitamine benötigen, um selbst wirksam zu sein, ausreichende Vorräte an Vitamin C im Körper. Vitamin E ist Bestandteil aller biologischen Membranen und ist das wichtigste fettlösliche Antioxidans im Körper. Vitamin E verbraucht sich bei Reaktionen mit freien Radikalen und kann durch Vitamin C regeneriert werden. Es verhindert die Oxidation von Fetten ebenso wie die von Vitamin A und C, von Selen und zwei Schwefelaminosäuren. Außerdem steigert es die Wirksamkeit von Vitamin A. Selen ist ein wichtiges Antioxidans, das das Immunsystem vor Schädigung durch freie Radikale schützt. Selen wirkt synergistisch vor allem mit Vitamin E, um die Produktion von Antikörpern zu unterstützen und ein gesundes Herz zu gewährleisten. Selen spielt auch für die Funktion der Bauchspeicheldrüse und die Elastizität des Gewebes eine Rolle. Selen steigert bei gleichzeitiger Gabe die Wirkung von Vitamin E. Es hilft nachweislich bei der Krebsvorbeugung. Es steht zudem im Ruf, die männliche Libido zu steigern. Zink spielt eine Rolle im Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß. Es ist wichtig für die Wundheilung, das Wachstum und den Geschmackssinn. Da Zink auch ein Bestandteil von Insulin ist, beeinflusst es den Zuckerstoffwechsel. Zusammen mit Vitamin A ermöglicht es das Sehen bei schlechter Beleuchtung. Vor allem für das Immunsystem ist es aber von Bedeutung. Zink fördert aber noch auf andere Weise das Wachstum: Es ist offenbar auch an der Herstellung von Sexualhormonen beteiligt. Ein Mangel kann deshalb auch Impotenz und eine verzögerten sexuellen Entwicklung hervorrufen. Auf die Wachstumshormone hat Zink anscheinend ebenfalls Einfluss.
60 pflanzliche Kapseln zu je 500 mg - Gesamtgewicht 30 g
Täglich 2 x 1 Kapsel mit einem Glas Wasser zu einer Mahlzeit, in Situationen erhöhten Bedarfs auch mehr.
Die Ernährung sollte abwechslungsreich und ausgewogen sein, denn der Körper braucht Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und andere Vitalstoffe zur Erhaltung seiner Leistungsfähigkeit und Abwehrkraft. Da unser Körper die meisten dieser Vitalstoffe nicht selbst herstellen kann, müssen sie mit der täglichen Nahrung oder als gezielte Nahrungsergänzung aufgenommen werden.
Nahrungsergänzungsmittel sollen nicht als Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung dienen, sind aber als Ergänzung sinnvoll. Die empfohlene Tagesdosis soll nicht überschritten werden. Außerhalb der Reichweite kleiner Kinder, sowie kühl und gut verschlossen aufbewahren.
Für Vegetarier geeignet. Frei von Gluten. Ohne Milchzucker. Reismehl (Füllstoff), Hydroxypropylmethylcellulose (Kapselhülle), Ascorbinsäure, Zinkgluconat, D-alpha-Tocopherolacetat, Calciumcarbonat, Betacarotin (Dunaliella Salina Alge), Retinolacetat, Natriumselenit,

| Inhaltsstoff |
Pro Kapsel |
Pro Tagesverzehr |
| Vitamin A |
400 mcg |
800 mcg = 100%* |
| Vitamin C |
90 mg |
180 mg = 300%* |
| Selen |
50 mcg |
100 mcg |
| Zink |
3 mg |
6 mg = 40%* |
| Vitamin E |
16,2 mg |
32,4 mg = 324%* |
| Betacarotin |
5 mg |
10 mg |
* % RDA = Prozentanteil an der empfohlenen Tagesdosis

Wissenswertes zu Vitamin A und Betacarotin
Vitamin A kommt in mehreren natürlichen Formen vor, in tierischen Lebensmitteln nennt man es Retinol. Die pflanzlichen Vorstufen bezeichnet man als Carotinoide, die der Körper entsprechend seinem Bedarf in Vitamin A umwandelt Am häufigsten ist Beta-Carotin in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Ein Beta-Carotin-Molekül enthält zwei miteinander verbundene Vitamin-A-Moleküle. Es kann im Körper direkt absorbiert werden und wirkt entweder als Antioxidans oder wird von den Verdauungszellen zu Vitamin A umgewandelt und dann aufgenommen.
Carotinoide stärken messbar die körpereigene Abwehr, indem sie Wachstum und Aktivität bestimmter Immunzellen unterstützen. Sie schützen auch vor UV-Licht.
Beta-Carotin hat bei der Bekämpfung freier Radikale wegen seiner speziellen chemischen Struktur eine Sonderstellung inne. Es ist besonders wirksam gegen den sogenannten Singulett-Sauerstoff, einem hochaktiven Auslöser von Radikal-Kettenreaktionen. Daneben reagiert es auch direkt mit freien Radikalen.
Zahlreiche Forschungsvorhaben beschäftigen sich mit Beta-Carotin, insbesondere bei der Prävention von Arteriosklerose, Krebs und Augenerkrankungen.
Die Aufnahme von Vitamin A als fettlöslichem, im Körper speicherbarem Vitamin, ist als Beta-Carotin zuträglicher, weil der Körper davon jeweils soviel umwandelt, wie er benötigt , so kann es nie zu Überdosierungen kommen.
Diabetiker und Menschen mit Schilddrüsenunterfunktion können Carotinoide nur schlecht in Vitamin A umwandeln.
Man sagt Vitamin A einen günstigen Einfluss bei Altersflecken nach.
Auswirkungen von Beta-Carotin- bzw. Vitamin-A-Mangel:
- Immunsystem: Erhöhte Infektionsanfälligkeit
- Haut/Haare/Nägel: Trockene, raue,juckende Haut mit Ausschlägen; trockene, spröde Haare und Nägel
- Augen: Trockene, rote Augen, schlechtes Nachtsehen, Verlust der Sehkraft
- Herz-Kreislauf: Erhöhtes Risiko für arteriosklerotische Herzerkrankungen
- Krebs: Erhöhtes Risiko für verschiedene Krebsarten, insbesondere der Verdauungswege
- Wachstumsstörungen, Fruchtbarkeitsstörungen, Ermüdungserscheinungen
- Verringerter Geruchssinn, Tastsinn und Appetit
- Erhöhtes Risiko für Nierensteine wegen erhöhter Calciumausscheidung
- Eisenmangel
Erhöhter Bedarf bei: Stress, Entzündungen, Operationen, Rauchen, intensiver Sonnenbestrahlung, Leberaufnahmestörungen, hohem Alkoholkonsum, Medikamenten (Statine, Schlaftabletten), Arbeiten am Computer, Fernsehen, Lesen und Schreiben auf weißem Papier
Welche Funktionen erfüllt Beta-Carotin bzw. Vitamin A im Körper?
- Blut: Es arbeitet beim Aufbau neuer roter Blutkörperchen mit Eisen zusammen
- Haut/Schleimhaut: Vitamin A ermöglicht normales Zellwachstum der Haut sowie der Wände von Verdauungs-, Atem- und Harnwege. Es ist grundlegend für Gesundheit und Struktur dieser Gewebe, die als schützende Barrieren zwischen Körper und Außenwelt wirken.
- Protein-Stoffwechsel: Vitamin A wirkt mit beim Aufbau der körpereigenen Proteine und beim Fettstoffwechsel in der Leber. Proteinreiche Ernährung kann zu Vitamin-A-Mangel führen. Bei Stress steigt der Eiweißbedarf und somit auch der Vitamin-A-Bedarf.
- Immunsystem: Vitamin A hält Haut und Schleimhäute gesund, die einen wirkungsvollen Damm gegen Mikroben bilden, so dass man widerstandsfähiger gegen Infektionen ist. Beta-Carotin und Vitamin A erleichtern die Produktion von Antikörpern und erhöhen so Zahl und Wirksamkeit der weißen Blutkörperchen
- Augen: Vitamin A ist wesentlich bei der Umformung von Licht zu Nervenimpulsen in den Augen, die unser Gehirn als Gesehenes wahrnimmt. Jeder Lichtstrahl, der das Auge trifft, verzehrt etwas vom Sehpurpur, der zu seiner Regeneration wieder Vitamin A benötigt. Bei geringem Mangel leidet das Nachtsehen, bei größerem Mangel ermüden die Augen rasch. Ganz helles Licht und Dämmerlicht verbrauchen viel mehr Vitamin A als normales Tageslicht.
- Wachstum/Entwicklung: Vitamin A unterstützt und reguliert Wachstum und Entwicklung von Zellen, es ist besonders wichtig beim Aufbau von Haut, Schleimhäuten, Lymphgefäßen, Geschlechtszellen, Zähnen und Knochen.
- Vermehrung: Vitamin A wird für die körpereigene Synthese der Geschlechtshormone Testosteron und Östrogen gebraucht. Bei Frauen bringt man Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten in Zusammenhang mit Vitamin-A-Mangel, bei Männern geringere Samenmenge.
- Knochen: Vitamin A ist am Aufbau der Knochen beteiligt, es wird besonders während des Wachstums und zur Heilung von Knochenbrüchen benötigt.
- Nerven: Vitamin A sorgt für gesunde Nervenzellen.
Literatur:
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag 2002
Uwe Gröber: Orthomolekulare Medizin, Wissensch. Verlagsgesellschaft Stuttgart 2008
Dietl/Ohlenschläger: Handbuch der Orthomolekularen Medizin, Haug Verlag 2001
Earl Mindell: Die neue Vitaminbibel, Heyne Verlag 2007

Vitamin C (Ascorbinsäure) ist ein wasserlösliches Vitamin , das die meisten Tierarten selbst aus Glucose herstellen können. Der Mensch, Affen und Meerschweinchen haben diese Fähigkeit verloren. Man vermutet, dass vor 60 Millionen Jahren ein „Vorgänger der Primaten“ die Fähigkeit durch Genmutation verlor, das Enzym Gulonolacton-Oxydase herzustellen, welches die Leber zur Produktion von Vitamin C braucht. Dr. Burgerstein schreibt dazu in seinem „Handbuch Nährstoffe“: „ Der angeborene Vitamin-C-Mangel des Menschen ist also ursprünglich kein Ernährungsmangel, sondern eine Enzymmangel-Krankheit, die nicht allein durch das in der Nahrung vorhandene Vitamin C ausgeglichen werden kann. Ohne zusätzliche Vitamin-C-Einnahme entsteht ein Zustand, der auch subklinischer Skorbut genannt wird“.
Auswirkungen von Vitamin-C-Mangel
- Raue Haut durch Ansammlung von Keratin in den Haarwurzeln
- Entzündetes, blutendes Zahnfleisch, verminderte Wundheilung, Kapillarbrüchigkeit
- Verminderte Immunität mit erhöhter Infektionsgefahr
- Schwäche, Abgespanntheit, Müdigkeit
- Depression durch ungenügende Produktion von Neurotransmittern
- Der verminderte Oxidationsschutz kann das Risiko von Krebs, Herzerkrankungen, Schlaganfall, Arthritis und Grauem Star erhöhen
Erhöhter Bedarf: Bei Stress, chronischen Krankheiten und regelmäßiger Medikamenteneinnahme, im Wachstum und Alter und beim Rauchen.
Welche Funktionen erfüllt Ascorbinsäure im Körper?
- Antioxidans: Vitamin C befindet sich in allen Zellen, in Körperflüssigkeiten und Blut, wo es selbst oxidiert, um Zellen und Körpersubstanzen vor freien Radikalen zu schützen. Es verhindert die Oxidation von Folsäure und Vitamin E und ist beteiligt an der Umwandlung von Kupfer zur Superoxiddismutase, einem antioxidativen Enzym.
- Eisenaufnahme: Vitamin C begünstigt die Resorption von Eisen im Körper erheblich.
- Kollagenproduktion: Bei Vitamin-C-Mangel entsteht schwaches Bindegewebe in Haut, Gelenken, Muskeln, Knochen und Blutgefäßen.
- Hormonproduktion: Die Produktion des Schilddrüsenhormons und der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin ist abhängig von genügender Vitamin-C-Versorgung
- Carnitinsynthese: Ascorbinsäure wird zusammen mit Niacin und Vitamin B6 zur Produktion von Carnitin benötigt, das zur Energiegewinnung aus Fetten dient. Ein Mangel kann zu Ermüdung und Muskelschwäche führen.
- Herstellung von Neurotransmittern (Nervenbotenstoffe): Auch für die Herstellung von Serotonin und Noradrenalin, wichtigen Überträgersubstanzen im Gehirn, wird Vitamin C gebraucht
- Histaminspiegel: Ascorbinsäure hilft den Histaminspiegel zu kontrollieren. Unzureichende Vitamin-C-Zufuhr erhöht den Histaminspiegel, der wiederum Krankheiten wie Allergien, Asthma, Magengeschwüre und bestimmte psychische Krankheiten verschlimmert.
- Leber: Vitamin C regt das Enzymsystem der Leber an, welches das Blut entgiftet und toxische Substanzen ausscheiden hilft wie z.B. Schwermetalle, Pestizide, Medikamente und Lebensmittelzusätze.
Literatur:
Dietl/Ohlenschläger: Handbuch der Orthomolekularen Medizin, Haug Verlag 2001
Earl Mindell: Die neue Vitaminbibel, Heyne Verlag 2007
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag 2002
Blaurock-Busch: Orthomolekulartherapie in der Praxis, Natura Med Verlag 1995
Paul Mohr: Gesund durch Nahrungsergänzungsmittel, Oesch Verlag 2004

Wissenswertes zu Vitamin E
Als Vitamin E bezeichnet man eine Gruppe verwandter Molekül-Verbindungen, die eine unterschiedlich große Vitamin- E-Aktivität besitzen. Am aktivsten ist Alpha-Tocopherol. Das natürliche Vitamin e (d-Alpha-Tocopherol) zeichnet sich durch eine zwei- bis dreimal so hohe biologische Aktivität aus wie das synthetische dl-Alpha-Tocopherol.
Vitamin E ist Bestandteil aller biologischen Membranen und ist das wichtigste fettlösliche Antioxidans im Körper. Vitamin E verbraucht sich bei Reaktionen mit freien Radikalen und kann durch Vitamin C regeneriert werden. Es verhindert die Oxidation von Fetten ebenso wie die von Vitamin A und C, von Selen und zwei Schwefelaminosäuren. Außerdem steigert es die Wirksamkeit von Vitamin A. Innerhalb der Zellen hilft Vitamin E vermutlich auch die Enzyme zu regulieren .
1 mg Alpha-Tocopherol entspricht 1,49 Internationalen Einheiten (I.E.). Dieses Vitamin wird gespeichert in Leber, Fettgewebe, Herz, Muskeln, Hoden, Gebärmutter, Blut, Nebennieren und Hirnanhangdrüse. Anders als andere fettlösliche Vitamine wird Vitamin E nur kurze Zeit im Körper gespeichert, vergleichbar mit den wasserlöslichen Vitaminen C und B. Präparate mit 25 Mikrogramm Selen pro 200 I.E. Synthetisch hergestelltem Vitamin E steigern die Wirkung des Vitamins.
Auswirkungen von Vitamin-E-Mangel:
- Zerfall von Herzmuskelzellen, Schrumpfung und Schwächung der Muskeln
- Schrumpfung und Schwächung der Geschlechtsorgane, erhöhte Unfruchtbarkeit
- Entartung der Neuronen (Nervenzellen) im Rückenmark und in den Nervensträngen
- Erhöhte Anfälligkeit für Infektionen, Krebs, Arteriosklerose, Rheuma, Nervenerkrankungen und Grauen Star, frühzeitige Alterung
- Rote Blutkörperchen: Verringerte Zellwandstärke führt zur Zerstörung der Zellen und zu Blutarmut
Erhöhter Bedarf bei: Störungen der Fettaufnahme, erhöhtem oxidativen Stress ( Leistungssport, Rauchen, Alkohol), schlechter Versorgung mit Vitamin C und/oder Selen, Umweltbelastungen durch Luft- und Wasserverschmutzung, durch Pestizide und chemische Zusätze in Lebensmitteln, durch Strahlungen und viele andere Stressfaktoren des modernen Lebens. Der Bedarf nimmt mit der Menge der mehrfach ungesättigten Fettsäuren zu . Außerdem ist die moderne Kost mit hohem Fertgproduktanteil Vitamin-E arm. Auch bei Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Grauem und Grünem Star und entzündlichen Krankheiten wird mehr Vitamin E verbraucht.
Welche Funktionen erfüllt Vitamin E im Körper?
- Antioxidans: Vitamin E schützt die fettähnlichen Strukturen der Zellmembranen vor freien Radikalen. Es schützt ebenso oxidationsempfindliche Stoffe und Strukturen wie mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Hormone der Hirnanhangdrüse, der Nebennieren und der Geschlechtsdrüsen, sowie verschiedene Nährstoffe wie zum Beispiel Vitamin A und einzelne B-Vitamine. Vitamin E verringert auch den Sauerstoffbedarf im Gewebe.
- Antithrombosemittel: Vitamin E verlangsamt die Blutgerinnung und verringert die Neigung der Blutplättchen, in den Adern zu verklumpen. Obwohl es ein natürlicher „Blutverdünner“ ist, erhöht es das Blutungsrisiko gesunder Menschen nicht.
- Immunsystem: Vitamin E verstärkt die Immunreaktionen. Es regt die Antikörperproduktion an.
Literatur:
Earl Mindell: Die neue Vitaminbibel, Heyne Verlag 2007
Uwe Gröber: Orthomolekulare Medizin, Wissensch. Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2008
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag 2002
Dietl/Ohlenschläger: Handbuch der Orthomolekularen Medizin, Haug Verlag 2001

Wissenswertes zu Selen
Die Entdeckung der Keshan-Krankheit 1974 hat bewiesen, dass Selen ein essenzielles Spurenelement ist. Diese Krankheit wurde erstmals bei Kindern und Schwangeren in Selenmangelgebieten Chinas entdeckt, sie schädigt die Skelett- und Herzmuskulatur und verursacht Herzinsuffizienz Die Kashin-Beck-Erkrankung ist eine entzündliche Gelenkerkrankung.
Selen ist unabdingbar für die Bildung von Glutathion-Peroxidase, einem körpereigenen Antioxidans in jeder Zelle. Mittlerweile kennt man mehr als 20 selenabhängige Proteine, die gegen Zell- und DNS-schädigende Oxidation schützen. Bei Selenmangel treten vermehrt Schäden an den Zellmembranen und der DNS auf. In zahlreichen epidemiologischen Studien entspricht ein geringer Selengehalt im Körper dem vermehrtem Auftreten von modernen Zivilisationskrankheiten wie Arteriosklerose und Krebs. Die Glutathion-Peroxidase hemmt die Bildung entzündungsfördernder Prostaglandine und Leukotriene. Bei Selenmangel ist die Blutgerinnung erhöht.
Neben Jod übernimmt Selen eine wichtige Rolle im Stoffwechsel der Schilddrüsenhormone. Als biologischer Gegner verschiedener Schwermetalle wie Quecksilber, Cadmium und Blei wirkt es auch entgiftend.
Männer haben offensichtlich einen höheren Selenbedarf, fast die Hälfte davon konzentriert sich in den Hoden und Samenleitern. Mit den Samen geht auch Selen verloren.
Selen und Vitamin E verstärken sich gegenseitig (Synergie) in ihrer Wirkung. Als Antioxidantien verhindern oder verzögern beide die Alterung und Verhärtung des Gewebes durch Oxidation.
Deutschland gehört zu den Selenmangelgebieten, 70 – 80 % der Bevölkerung bekommen nicht die empfohlenen Mengen von 1 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht täglich. Der Gesamtbestand des Körpers beträgt 10 – 15 mg.
Die FDA (amerikanische Zulassungsbehörde für Arzneimittel, Lebensmittelzusätze usw) sieht es inzwischen als erwiesen an, dass Selen gegen manche Krebserkrankungen schützen kann.
Auswirkungen von Selenmangel:
- Aufhellung von Haut und Haaren, Veränderungen der Haarstruktur, Schuppen, trockene Haut
- Rheumatisch-arthritische Beschwerden, Muskelschwäche
- Schwächung des Immunsystems, Augenerkrankungen, Fruchtbarkeitsstörungen
- Schilddrüsenunterfunktion, Herzvergrößerung, Herzinsuffizienz
- Höheres Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall
- Häufigere Hitzewallungen und andere Beschwerden in den Wechseljahren
- Vorzeitiger Verlust der Vitalität
Erhöhter Bedarf bei: Magen-Darm-Erkrankungen, Schwermetallbelastungen (z.B. Amalgam), chronischen Erkrankungen wie Bauchspeicheldrüsenentzündung, zystischer Fibrose, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa
Welche Funktionen erfüllt Selen im Körper?
- Antioxidans: Als Bestandteil des Enzyms Glutathion-Peroxidase dient es dem Zellschutz vor aggressiven Sauerstoffformen, die durch Umweltgifte, Strahlung, Rauchen, aber auch im Stoffwechsel selbst gebildet werden. Dieses Enzym finden wir in besonders hoher Konzentration im Blut, in der Leber und in den Augen.
- Immunfunktion: Selen regt die Antikörperbildung, die Aktivität der körpereigenen Killerzellen und andere Immunfaktoren an.
- Schilddrüsenstoffwechsel: Ein selenabhängiges Enzym ist wichtig für die Umwandlung und Aktivierung der Schilddrüsenhormone. Selenmangel kann zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen.
Literatur:
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag 2002
Earl Mindell: Die neue Vitaminbibel, Heyne 2007
Dietl/Ohlenschläger: Handbuch der Orthomolekularen Medizin, Haug Verlag 2001
Uwe Gröber: Orthomolekulare Medizin, Wissensch. Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2008
Neben Eisen ist Zink mengenmäßig das zweithäufigste Spurenelement im Organismus. Ein Erwachsener besitzt 2 bis 3 Gramm Zink, das vor allem in Hoden, Knochen, Muskeln, Ovarien, Prostata, Haaren, Augen und in den Inselzellen der Bauchspeicheldrüse in hoher Konzentration vorkommt. Es ist in allen Körperzellen vorhanden. Auch für den normalen Ablauf einer Schwangerschaft wird es benötigt, für das Wachstum und die Übertragung des genetischen Materials. Es gibt kaum ein wichtiges Krankheitsbild, an dem Störungen des Zink-Haushalts nicht entscheidend beteiligt sind. Zink ist Bestandteil von mehr als 300 Enzymen, die an allen wichtigen Reaktionen im Stoffwechsel beteiligt sind. Es strukturiert Knochen und Zellmembranen. Zudem reguliert es den Stoffwechsel von Vitamin A und von einigen wichtigen Hormonen (Schilddrüsen-, Sexual- und Wachstumshormone).Zink ist ein wichtiges Antioxidans, ohne das das Immunsystem nicht richtig funktioniert. Es ist ebenso ein bedeutender Schwermetall-Gegenspieler. Ohne genügend Zink sind psychische Erkrankungen, ein gestörter Säure-Basen-Haushalt und Entzündungen vorprogrammiert. Neuere Studien deuten auf die Wichtigkeit des Elements für die Gehirnfunktion und für die Behandlung von Schizophrenie. Vieles spricht dafür, dass Zink für die Synthese der DNS notwendig ist. Bei übermäßigem Schwitzen kann der Körper bis zu 3 mg Zink täglich verlieren.
Das meiste Zink in den Nahrungsmitteln geht bei deren Verarbeitung verloren, oft ist auch wegen nährstoffarmer Böden zu wenig vorhanden.
Zink wirkt am besten zusammen mit Vitamin A, Kalzium und Phosphor.. Es steigert den Proteinumsatz im Körper, was wichtig für alle Zellteilungs- und Wachstumsvorgänge ist. Von Zinkmangel sind daher besonders Zellsysteme mit hoher Zellteilung wie Haut, Schleimhäute und Immunsystem betroffen. Ohne Zink ist weder Wachstum noch Fortpflanzung oder Immunreaktion möglich. Aus der Nahrung werden nur 10 % des aufgenommenen Zinks resorbiert, der Rest wird ausgeschieden.
Auswirkungen von Zinkmangel:
- Haarausfall, Hautausschläge, Pusteln, Verhornungen, verzögerte Wundheilung
- Infektionsanfälligkeit, Hemmung der Zellabwehr, Durchfall, Neigung zu Candida
- Verminderte Geruchs- und Geschmacksempfindung, Nachtblindheit, Appetitlosigkeit
- Wachstumsstörungen, Wachstumsverzögerung, verspätete sexuelle Entwicklung, Unfruchtbarkeit
- Lernschwächen, Hyperaktivität, Aggressivität, Depression, Psychosen
- Allergien, Anämie, chronische Müdigkeit, geringe Stressresistenz , büchige Nägel
- Verminderte Resistenz gegen Umweltgifte, Insulinresistenz, Glucoseintoleranz
Erhöhter Bedarf bei: Entzündlichen Darmerkrankungen, Schwangerschaft, Stillzeit, Leistungssport, Diabetes, Infektionen, Operationen, Verbrennungen, Herzinfarkt, entzündlichen rheumatischen Erkrankungen, Krebs, Blutarmut, chronischen Schwermetallvergiftungen, hoher Alkoholkonsum, Reduktionsdiäten, Langzeiteinnahme verschiedener Medikamente wie ACE-Hemmer, Antacida, Ciclosporin A, Diuretika, DMPS, EDTA, Ethambutol, Glucocorticoide, „Pille“, Lipidsenker, Chemo-/Strahlentherapie, Tetracycline...
Welche Funktionen erfüllt Zink im Körper?
- Antioxidans: Zink schützt die Zellen vor Schädigungen durch freie Radikale. Außerdem verhindert es in genügenden Mengen Schwermetallvergiftungen. Diese können sonst Zink von seinen Enzymplätzen verdrängen und zudem zellschädigende Radikalreaktionen auslösen
- Hormone: Zink ist wesentlich für den Stoffwechsel der Geschlechtshormone, der Schilddrüsenhormone, der Wachstumshormone, des Insulins und der Gewebehormone (Prostaglandine)
- Immunsystem: Zink ist beteiligt an der Regulierung der Immunantwort
- Enzyme: Zink ist an Synthese und Funktion von mehr als 300 Enzymen beteiligt, es ist für die betreffenden Stoffwechselvorgänge unabdingbar. Es kann auch hemmend oder beschleunigend in den Stoffwechsel eingreifen. Ebenso ist der Auf- und Abbau von Nucleinsäuren bei der Zellteilung zinkabhängig. Ungenügende Aktivität kann zu einer Störung des Säure-Basen- Haushalts und vermehrter natrium- und Wasserausscheidung führen
Literatur:
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag 2002
Dietl/Ohlenschläger: Handbuch der Orthomolekularen Medizin, Haug Verlag 2001
Earl Mindell: Die neue Vitaminbibel, Heyne 2007
Uwe Gröber: Orthomolekulare Medizin, Wissensch. Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2008