60 pflanzliche Kapseln zu je 800 mg - Gesamtgewicht 48 g
Täglich 2 x 1 Kapsel mit einem Glas Wasser zu einer Mahlzeit, in Situationen erhöhten Bedarfs auch mehr.
Die Ernährung sollte abwechslungsreich und ausgewogen sein, denn der Körper braucht Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und andere Vitalstoffe zur Erhaltung seiner Leistungsfähigkeit und Abwehrkraft. Da unser Körper die meisten dieser Vitalstoffe nicht selbst herstellen kann, müssen sie mit der täglichen Nahrung oder als gezielte Nahrungsergänzung aufgenommen werden.
Nahrungsergänzungsmittel sollen nicht als Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung dienen, sind aber als Ergänzung sinnvoll. Die empfohlene Tagesdosis soll nicht überschritten werden. Außerhalb der Reichweite kleiner Kinder, sowie kühl und gut verschlossen aufbewahren.
Für Vegetarier geeignet. Frei von Gluten. Ohne Milchzucker. Ascorbinsäure, Hydroxypropylmethylcellulose (Kapselhülle), D-alpha-Tocopherolacetat, 2,5 % polyphenolhaltiger Grünteeextrakt, 2,5 % polyphenolhaltiger Granatapfelextrakt, 1,9 % polyphenolhaltiger Traubenkernextrakt, Heidelbeerextrakt, Curcumin, Retinolacetat, Natriumselenit

| Inhaltsstoff |
Pro Kapsel |
Pro Tagesverzehr |
| Vitamin C |
300 mg |
600 mg = 1000%* |
| Vitamin E |
24 mg |
48 mg = 480%* |
| Selen |
100 mcg |
200 mcg |
| Vitamin A |
300 mcg |
600 mcg = 75%* |
| Curkuminextrakt |
10 mg |
20 mg |
| Grünteeextrakt |
20 mg |
40 mg |
| Traubenkernextrakt (OPC) |
15 mg |
15 mg |
| Heidelbeerextrakt |
10 mg |
20 mg |
| Granatäpfelextrakt |
20 mg |
40 mg |
* % RDA = Prozentanteil an der empfohlenen Tagesdosis

Ein Antioxidans ist eine Substanz, die eine andere Substanz davor schützen kann, zu oxidieren.
Freie Radikale mit ihren Folgeerkrankungen bekommen immer mehr Aufmerksamkeit von den Wissenschaftlern. Anerkannte Umweltmediziner führen bereits mehr als 200 Erkrankungen und auch den Alterungsprozess selbst auf eine erhöhte Belastung mit freien Radikalen und damit auf Oxidation zurück. Aggressive, hochreaktive Stoffe bilden im Körper biologisch nicht vorgesehene Stoffe und schaden so dem menschlichen Körper. Diese "freien Radikale" attackieren empfindliche Aminosäuren, Fette, Zellmembranen und selbst die Erbsubstanz DNS. Dabei entstehen für den Körper sehr schädliche Substanzen und zerstörte Zellen. So entstehen Schlacken im Körper - quasi Mülldeponien - , welche die natürlichen Funktionen blockieren und den Körper durch Abgabe schädlicher Stoffe ständig belasten. Demgegenüber stehen sogenannte Antioxidantien wie beispielsweise OPC, welche diese freien Radikale abfangen und so die Kette unterbrechen.
Es gibt die unterschiedlichsten Quellen für freie Radikale: Das sind zum Beispiel Stoffwechselbelastungen, Erkrankungen, Umwelt- und Genussgifte, Schwermetalle, Stickoxyde, Reizgase, Umweltchemikalien, UV-Strahlung, physischer und psychischer Dauerstress und viele weitere Ursachen.
Zunehmend werden freie Radikale auch durch denaturierte Nahrungsmittel schon bei deren Anbau, bei der Verarbeitung und Herstellung begünstigt, weil diverse zusätzlich belastende Chemikalien eingesetzt werden, weil vermehrt unnatürliche Nahrungsmittelzusatzstoffe (Konservierungs-, Farb- und Geschmacksstoffe) verwendet werden oder weil gar manche Nahrungsmittel radioaktiv bestrahlt werden, um die Haltbarkeit zu erhöhen.
Alles das trägt zur vermehrten Bildung freier Radikale bei.
Aufgrund dieser Tatsachen leitet sich ein breites Anwendungsgebiet Super Antioxidat Plus ab:
- Degenerative Augenprobleme wie Makuladegeneration (Netzhautschädigung), trockene Augen, Bindehautentzündung, grauer Star
- Tinnitus (Ohrenklingeln)
- Kapillare Durchblutungsstörungen wie kribbelnde, schmerzende Arme und Beine
- Durchblutungsstörungen, Übersäuerungen, Leistungsschwäche
- Ischiämie (mangelnde Blutversorgung einzelner Organe) und Hypoxie (Sauerstoffmangel in den Geweben)
- Venenprobleme, schlechte Durchblutung der Kapillaren, Thrombosen
- Ödeme und Schwellungen
- Arteriosklerose
- Herzschwäche, Kreislaufprobleme
- Störung der Membranstruktur und der Membranfunktion
- Chronische Entzündungen
- Hautprobleme
- Vorzeitiges Altern
- Vergesslichkeit, Konzentrationsschwäche
- Diabetes mellitus Typ II und andere Stoffwechselstörungen
- Degenerative Gelenkserkrankungen wie Arthritis, Arthrose oder Verletzungen der Bänder
- Immunschwäche

Vitamin C (Ascorbinsäure) ist ein wasserlösliches Vitamin , das die meisten Tierarten selbst aus Glucose herstellen können. Der Mensch, Affen und Meerschweinchen haben diese Fähigkeit verloren. Man vermutet, dass vor 60 Millionen Jahren ein „Vorgänger der Primaten“ die Fähigkeit durch Genmutation verlor, das Enzym Gulonolacton-Oxydase herzustellen, welches die Leber zur Produktion von Vitamin C braucht. Dr. Burgerstein schreibt dazu in seinem „Handbuch Nährstoffe“: „ Der angeborene Vitamin-C-Mangel des Menschen ist also ursprünglich kein Ernährungsmangel, sondern eine Enzymmangel-Krankheit, die nicht allein durch das in der Nahrung vorhandene Vitamin C ausgeglichen werden kann. Ohne zusätzliche Vitamin-C-Einnahme entsteht ein Zustand, der auch subklinischer Skorbut genannt wird“.
Auswirkungen von Vitamin-C-Mangel
- Raue Haut durch Ansammlung von Keratin in den Haarwurzeln
- Entzündetes, blutendes Zahnfleisch, verminderte Wundheilung, Kapillarbrüchigkeit
- Verminderte Immunität mit erhöhter Infektionsgefahr
- Schwäche, Abgespanntheit, Müdigkeit
- Depression durch ungenügende Produktion von Neurotransmittern
- Der verminderte Oxidationsschutz kann das Risiko von Krebs, Herzerkrankungen, Schlaganfall, Arthritis und Grauem Star erhöhen
Erhöhter Bedarf: Bei Stress, chronischen Krankheiten und regelmäßiger Medikamenteneinnahme, im Wachstum und Alter und beim Rauchen.
Welche Funktionen erfüllt Ascorbinsäure im Körper?
- Antioxidans: Vitamin C befindet sich in allen Zellen, in Körperflüssigkeiten und Blut, wo es selbst oxidiert, um Zellen und Körpersubstanzen vor freien Radikalen zu schützen. Es verhindert die Oxidation von Folsäure und Vitamin E und ist beteiligt an der Umwandlung von Kupfer zur Superoxiddismutase, einem antioxidativen Enzym.
- Eisenaufnahme: Vitamin C begünstigt die Resorption von Eisen im Körper erheblich.
- Kollagenproduktion: Bei Vitamin-C-Mangel entsteht schwaches Bindegewebe in Haut, Gelenken, Muskeln, Knochen und Blutgefäßen.
- Hormonproduktion: Die Produktion des Schilddrüsenhormons und der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin ist abhängig von genügender Vitamin-C-Versorgung
- Carnitinsynthese: Ascorbinsäure wird zusammen mit Niacin und Vitamin B6 zur Produktion von Carnitin benötigt, das zur Energiegewinnung aus Fetten dient. Ein Mangel kann zu Ermüdung und Muskelschwäche führen.
- Herstellung von Neurotransmittern (Nervenbotenstoffe): Auch für die Herstellung von Serotonin und Noradrenalin, wichtigen Überträgersubstanzen im Gehirn, wird Vitamin C gebraucht
- Histaminspiegel: Ascorbinsäure hilft den Histaminspiegel zu kontrollieren. Unzureichende Vitamin-C-Zufuhr erhöht den Histaminspiegel, der wiederum Krankheiten wie Allergien, Asthma, Magengeschwüre und bestimmte psychische Krankheiten verschlimmert.
- Leber: Vitamin C regt das Enzymsystem der Leber an, welches das Blut entgiftet und toxische Substanzen ausscheiden hilft wie z.B. Schwermetalle, Pestizide, Medikamente und Lebensmittelzusätze.
Literatur:
Dietl/Ohlenschläger: Handbuch der Orthomolekularen Medizin, Haug Verlag 2001
Earl Mindell: Die neue Vitaminbibel, Heyne Verlag 2007
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag 2002
Blaurock-Busch: Orthomolekulartherapie in der Praxis, Natura Med Verlag 1995
Paul Mohr: Gesund durch Nahrungsergänzungsmittel, Oesch Verlag 2004

Als Vitamin E bezeichnet man eine Gruppe verwandter Molekül-Verbindungen, die eine unterschiedlich große Vitamin- E-Aktivität besitzen. Am aktivsten ist Alpha-Tocopherol. Das natürliche Vitamin e (d-Alpha-Tocopherol) zeichnet sich durch eine zwei- bis dreimal so hohe biologische Aktivität aus wie das synthetische dl-Alpha-Tocopherol.
Vitamin E ist Bestandteil aller biologischen Membranen und ist das wichtigste fettlösliche Antioxidans im Körper. Vitamin E verbraucht sich bei Reaktionen mit freien Radikalen und kann durch Vitamin C regeneriert werden. Es verhindert die Oxidation von Fetten ebenso wie die von Vitamin A und C, von Selen und zwei Schwefelaminosäuren. Außerdem steigert es die Wirksamkeit von Vitamin A. Innerhalb der Zellen hilft Vitamin E vermutlich auch die Enzyme zu regulieren .
1 mg Alpha-Tocopherol entspricht 1,49 Internationalen Einheiten (I.E.). Dieses Vitamin wird gespeichert in Leber, Fettgewebe, Herz, Muskeln, Hoden, Gebärmutter, Blut, Nebennieren und Hirnanhangdrüse. Anders als andere fettlösliche Vitamine wird Vitamin E nur kurze Zeit im Körper gespeichert, vergleichbar mit den wasserlöslichen Vitaminen C und B. Präparate mit 25 Mikrogramm Selen pro 200 I.E. Synthetisch hergestelltem Vitamin E steigern die Wirkung des Vitamins.
Auswirkungen von Vitamin-E-Mangel:
- Zerfall von Herzmuskelzellen, Schrumpfung und Schwächung der Muskeln
- Schrumpfung und Schwächung der Geschlechtsorgane, erhöhte Unfruchtbarkeit
- Entartung der Neuronen (Nervenzellen) im Rückenmark und in den Nervensträngen
- Erhöhte Anfälligkeit für Infektionen, Krebs, Arteriosklerose, Rheuma, Nervenerkrankungen und Grauen Star, frühzeitige Alterung
- Rote Blutkörperchen: Verringerte Zellwandstärke führt zur Zerstörung der Zellen und zu Blutarmut
Erhöhter Bedarf bei: Störungen der Fettaufnahme, erhöhtem oxidativen Stress ( Leistungssport, Rauchen, Alkohol), schlechter Versorgung mit Vitamin C und/oder Selen, Umweltbelastungen durch Luft- und Wasserverschmutzung, durch Pestizide und chemische Zusätze in Lebensmitteln, durch Strahlungen und viele andere Stressfaktoren des modernen Lebens. Der Bedarf nimmt mit der Menge der mehrfach ungesättigten Fettsäuren zu . Außerdem ist die moderne Kost mit hohem Fertgproduktanteil Vitamin-E arm. Auch bei Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Grauem und Grünem Star und entzündlichen Krankheiten wird mehr Vitamin E verbraucht.
Welche Funktionen erfüllt Vitamin E im Körper?
- Antioxidans: Vitamin E schützt die fettähnlichen Strukturen der Zellmembranen vor freien Radikalen. Es schützt ebenso oxidationsempfindliche Stoffe und Strukturen wie mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Hormone der Hirnanhangdrüse, der Nebennieren und der Geschlechtsdrüsen, sowie verschiedene Nährstoffe wie zum Beispiel Vitamin A und einzelne B-Vitamine. Vitamin E verringert auch den Sauerstoffbedarf im Gewebe.
- Antithrombosemittel: Vitamin E verlangsamt die Blutgerinnung und verringert die Neigung der Blutplättchen, in den Adern zu verklumpen. Obwohl es ein natürlicher „Blutverdünner“ ist, erhöht es das Blutungsrisiko gesunder Menschen nicht.
- Immunsystem: Vitamin E verstärkt die Immunreaktionen. Es regt die Antikörperproduktion an.
Literatur:
Earl Mindell: Die neue Vitaminbibel, Heyne Verlag 2007
Uwe Gröber: Orthomolekulare Medizin, Wissensch. Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2008
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag 2002
Dietl/Ohlenschläger: Handbuch der Orthomolekularen Medizin, Haug Verlag 2001

Die Entdeckung der Keshan-Krankheit 1974 hat bewiesen, dass Selen ein essenzielles Spurenelement ist. Diese Krankheit wurde erstmals bei Kindern und Schwangeren in Selenmangelgebieten Chinas entdeckt, sie schädigt die Skelett- und Herzmuskulatur und verursacht Herzinsuffizienz Die Kashin-Beck-Erkrankung ist eine entzündliche Gelenkerkrankung.
Selen ist unabdingbar für die Bildung von Glutathion-Peroxidase, einem körpereigenen Antioxidans in jeder Zelle. Mittlerweile kennt man mehr als 20 selenabhängige Proteine, die gegen Zell- und DNS-schädigende Oxidation schützen. Bei Selenmangel treten vermehrt Schäden an den Zellmembranen und der DNS auf. In zahlreichen epidemiologischen Studien entspricht ein geringer Selengehalt im Körper dem vermehrtem Auftreten von modernen Zivilisationskrankheiten wie Arteriosklerose und Krebs. Die Glutathion-Peroxidase hemmt die Bildung entzündungsfördernder Prostaglandine und Leukotriene. Bei Selenmangel ist die Blutgerinnung erhöht.
Neben Jod übernimmt Selen eine wichtige Rolle im Stoffwechsel der Schilddrüsenhormone. Als biologischer Gegner verschiedener Schwermetalle wie Quecksilber, Cadmium und Blei wirkt es auch entgiftend.
Männer haben offensichtlich einen höheren Selenbedarf, fast die Hälfte davon konzentriert sich in den Hoden und Samenleitern. Mit den Samen geht auch Selen verloren.
Selen und Vitamin E verstärken sich gegenseitig (Synergie) in ihrer Wirkung. Als Antioxidantien verhindern oder verzögern beide die Alterung und Verhärtung des Gewebes durch Oxidation.
Deutschland gehört zu den Selenmangelgebieten, 70 – 80 % der Bevölkerung bekommen nicht die empfohlenen Mengen von 1 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht täglich. Der Gesamtbestand des Körpers beträgt 10 – 15 mg.
Die FDA (amerikanische Zulassungsbehörde für Arzneimittel, Lebensmittelzusätze usw) sieht es inzwischen als erwiesen an, dass Selen gegen manche Krebserkrankungen schützen kann.
Auswirkungen von Selenmangel:
- Aufhellung von Haut und Haaren, Veränderungen der Haarstruktur, Schuppen, trockene Haut
- Rheumatisch-arthritische Beschwerden, Muskelschwäche
- Schwächung des Immunsystems, Augenerkrankungen, Fruchtbarkeitsstörungen
- Schilddrüsenunterfunktion, Herzvergrößerung, Herzinsuffizienz
- Höheres Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall
- Häufigere Hitzewallungen und andere Beschwerden in den Wechseljahren
- Vorzeitiger Verlust der Vitalität
Erhöhter Bedarf bei: Magen-Darm-Erkrankungen, Schwermetallbelastungen (z.B. Amalgam), chronischen Erkrankungen wie Bauchspeicheldrüsenentzündung, zystischer Fibrose, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa
Welche Funktionen erfüllt Selen im Körper?
- Antioxidans: Als Bestandteil des Enzyms Glutathion-Peroxidase dient es dem Zellschutz vor aggressiven Sauerstoffformen, die durch Umweltgifte, Strahlung, Rauchen, aber auch im Stoffwechsel selbst gebildet werden. Dieses Enzym finden wir in besonders hoher Konzentration im Blut, in der Leber und in den Augen.
- Immunfunktion: Selen regt die Antikörperbildung, die Aktivität der körpereigenen Killerzellen und andere Immunfaktoren an.
- Schilddrüsenstoffwechsel: Ein selenabhängiges Enzym ist wichtig für die Umwandlung und Aktivierung der Schilddrüsenhormone. Selenmangel kann zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen.
Literatur:
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag 2002
Earl Mindell: Die neue Vitaminbibel, Heyne 2007
Dietl/Ohlenschläger: Handbuch der Orthomolekularen Medizin, Haug Verlag 2001
Uwe Gröber: Orthomolekulare Medizin, Wissensch. Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2008

Vitamin A kommt in mehreren natürlichen Formen vor, in tierischen Lebensmitteln nennt man es Retinol. Die pflanzlichen Vorstufen bezeichnet man als Carotinoide, die der Körper entsprechend seinem Bedarf in Vitamin A umwandelt Am häufigsten ist Beta-Carotin in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Ein Beta-Carotin-Molekül enthält zwei miteinander verbundene Vitamin-A-Moleküle. Es kann im Körper direkt absorbiert werden und wirkt entweder als Antioxidans oder wird von den Verdauungszellen zu Vitamin A umgewandelt und dann aufgenommen.
Carotinoide stärken messbar die körpereigene Abwehr, indem sie Wachstum und Aktivität bestimmter Immunzellen unterstützen. Sie schützen auch vor UV-Licht.
Beta-Carotin hat bei der Bekämpfung freier Radikale wegen seiner speziellen chemischen Struktur eine Sonderstellung inne. Es ist besonders wirksam gegen den sogenannten Singulett-Sauerstoff, einem hochaktiven Auslöser von Radikal-Kettenreaktionen. Daneben reagiert es auch direkt mit freien Radikalen.
Zahlreiche Forschungsvorhaben beschäftigen sich mit Beta-Carotin, insbesondere bei der Prävention von Arteriosklerose, Krebs und Augenerkrankungen.
Die Aufnahme von Vitamin A als fettlöslichem, im Körper speicherbarem Vitamin, ist als Beta-Carotin zuträglicher, weil der Körper davon jeweils soviel umwandelt, wie er benötigt , so kann es nie zu Überdosierungen kommen.
Diabetiker und Menschen mit Schilddrüsenunterfunktion können Carotinoide nur schlecht in Vitamin A umwandeln.
Man sagt Vitamin A einen günstigen Einfluss bei Altersflecken nach.
Auswirkungen von Beta-Carotin- bzw. Vitamin-A-Mangel:
- Immunsystem: Erhöhte Infektionsanfälligkeit
- Haut/Haare/Nägel: Trockene, raue,juckende Haut mit Ausschlägen; trockene, spröde Haare und Nägel
- Augen: Trockene, rote Augen, schlechtes Nachtsehen, Verlust der Sehkraft
- Herz-Kreislauf: Erhöhtes Risiko für arteriosklerotische Herzerkrankungen
- Krebs: Erhöhtes Risiko für verschiedene Krebsarten, insbesondere der Verdauungswege
- Wachstumsstörungen, Fruchtbarkeitsstörungen, Ermüdungserscheinungen
- Verringerter Geruchssinn, Tastsinn und Appetit
- Erhöhtes Risiko für Nierensteine wegen erhöhter Calciumausscheidung
- Eisenmangel
Erhöhter Bedarf bei: Stress, Entzündungen, Operationen, Rauchen, intensiver Sonnenbestrahlung, Leberaufnahmestörungen, hohem Alkoholkonsum, Medikamenten (Statine, Schlaftabletten), Arbeiten am Computer, Fernsehen, Lesen und Schreiben auf weißem Papier
Welche Funktionen erfüllt Beta-Carotin bzw. Vitamin A im Körper?
- Blut: Es arbeitet beim Aufbau neuer roter Blutkörperchen mit Eisen zusammen
- Haut/Schleimhaut: Vitamin A ermöglicht normales Zellwachstum der Haut sowie der Wände von Verdauungs-, Atem- und Harnwege. Es ist grundlegend für Gesundheit und Struktur dieser Gewebe, die als schützende Barrieren zwischen Körper und Außenwelt wirken.
- Protein-Stoffwechsel: Vitamin A wirkt mit beim Aufbau der körpereigenen Proteine und beim Fettstoffwechsel in der Leber. Proteinreiche Ernährung kann zu Vitamin-A-Mangel führen. Bei Stress steigt der Eiweißbedarf und somit auch der Vitamin-A-Bedarf.
- Immunsystem: Vitamin A hält Haut und Schleimhäute gesund, die einen wirkungsvollen Damm gegen Mikroben bilden, so dass man widerstandsfähiger gegen Infektionen ist. Beta-Carotin und Vitamin A erleichtern die Produktion von Antikörpern und erhöhen so Zahl und Wirksamkeit der weißen Blutkörperchen
- Augen: Vitamin A ist wesentlich bei der Umformung von Licht zu Nervenimpulsen in den Augen, die unser Gehirn als Gesehenes wahrnimmt. Jeder Lichtstrahl, der das Auge trifft, verzehrt etwas vom Sehpurpur, der zu seiner Regeneration wieder Vitamin A benötigt. Bei geringem Mangel leidet das Nachtsehen, bei größerem Mangel ermüden die Augen rasch. Ganz helles Licht und Dämmerlicht verbrauchen viel mehr Vitamin A als normales Tageslicht.
- Wachstum/Entwicklung: Vitamin A unterstützt und reguliert Wachstum und Entwicklung von Zellen, es ist besonders wichtig beim Aufbau von Haut, Schleimhäuten, Lymphgefäßen, Geschlechtszellen, Zähnen und Knochen.
- Vermehrung: Vitamin A wird für die körpereigene Synthese der Geschlechtshormone Testosteron und Östrogen gebraucht. Bei Frauen bringt man Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten in Zusammenhang mit Vitamin-A-Mangel, bei Männern geringere Samenmenge.
- Knochen: Vitamin A ist am Aufbau der Knochen beteiligt, es wird besonders während des Wachstums und zur Heilung von Knochenbrüchen benötigt.
- Nerven: Vitamin A sorgt für gesunde Nervenzellen.
Literatur:
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag 2002
Uwe Gröber: Orthomolekulare Medizin, Wissensch. Verlagsgesellschaft Stuttgart 2008
Dietl/Ohlenschläger: Handbuch der Orthomolekularen Medizin, Haug Verlag 2001
Earl Mindell: Die neue Vitaminbibel, Heyne Verlag 2007

In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird Curcumin bei vielen Krankheiten eingesetzt, doch in Europa kannte man den Stoff nur als Beimischung im Curry.
Doch das hat sich jetzt geändert. Weil Curcumin Entzündungen hemmt und antioxidative Eigenschaften aufweist, ist auch in der westlichen Medizin das Interesse an der Substanz gewachsen.
So haben bereits mehrere Studien an Tieren viel versprechende Ergebnisse beim Einsatz von Curcumin gegen Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Alterserscheinungen gezeigt. Außerdem gab es Hinweise darauf, dass die Substanz die fortschreitende Demenz bei Alzheimer verlangsamen kann. Darauf deuten auch Untersuchungen hin, nach denen in Indien, dem Stammland des Currys, sehr viel weniger Menschen an Alzheimer erkranken als in den westlichen Industrieländern.
Mit Curcumin gegen Demenzerkrankungen?
Curcumin kann nicht nur verhindern, dass sich im Gehirn Eiweißplaques bilden, sondern sogar bereits bestehende Ablagerungen auflösen. Das haben amerikanische Forscher bei einer Studie im Labor und mit genetisch veränderten Mäusen gezeigt. Dabei genügten bereits sehr geringe Mengen der Substanz, um diese Effekte auszulösen, berichten Gregory Cole von der Universität von Kalifornien in Los Angeles und seine Kollegen in der Fachzeitschrift Journal of Biological Chemistry.
Nach der gängigen Theorie bilden sich bei Alzheimer Klumpen eines falsch gespaltenen Proteins namens β-Amyloid. Diese Klumpen lagern sich in der äußeren Hirnrinde ab und lösen eine ganze Reihe von Reaktionen aus, die schließlich zum Tod der Hirnzellen führen. Die Forscher konnten in ihrer Studie zeigen, dass Curcumin sich an einzelne β-Amyloid-Moleküle heftet und so verhindert, dass sich Eiweißplaques bilden. Weitere Untersuchungen belegen, dass Curcumin zudem den Abbau bereits gebildeter Plaques anregt.
Dank seiner chemischen Struktur kann Curcumin sogar die so genannte Blut-Hirn-Schranke passieren, die den Transport von Substanzen aus dem Blutkreislauf ins Gehirn kontrolliert. Die dafür benötigte Menge ist nach Angaben der Forscher gering, so dass sie problemlos mit der Nahrung aufgenommen werden kann. Das macht den Farbstoff ideal für eine Anwendung als Medikament.
Curcumin in der Krebsheilkunde
Interessant ist der gelbe Farbstoff auch in der Onkologie. So verhindert Curcumin nach einer weiteren amerikanischen Studie die Bildung von Metastasen. Das berichteten US-amerikanische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Clinical Cancer Research (2005, 11, 7490-7498). Besonders wirksam scheint eine Kombination der Substanz mit dem Wirkstoff Paclitaxel zu sein, das gegenwärtig bereits zur Behandlung von Brustkrebs eingesetzt wird.
Erst kurz zuvor war bekannt geworden, dass Curcumin in Zellkulturen das Wachstum von Tumorzellen bei schwarzem Hautkrebs verhindert (Cancer 2005, Online-Vorabveröffentlichung, DOI:10.1002/cncr.21216). Dabei wird die Wirkung von Curcumin darauf zurückgeführt, dass es das Eiweiß Nuclear Factor-B (NF-B) hemmt, das eine entscheidende Rolle bei der Ausbreitung von Tumorzellen spielt. Es wird leider von vielen Chemotherapeutika aktiviert, so dass sie nach einer gewissen Behandlungszeit ihre Wirkung gegen den Krebs verlieren oder die Bildung von Tochtergeschwulsten (Metastasen) sogar begünstigen.
Curcumin im Test
Bharat B. Aggarwal von der University of Texas in Houston und seine Kollegen testeten im Tierversuch, ob Curcumin diesen unerwünschten Effekt von Chemotherapeutika aufheben kann. Sie behandelten an Brustkrebs erkrankte Mäuse entweder mit Curcumin, dem Chemotherapeutikum Paclitaxel, einer Kombination aus beiden oder gar nicht.
Die unbehandelten Mäuse entwickelten zahlreiche Tochtergeschwulste in der Lunge. Auch bei den nur mit Paclitaxel behandelten Mäusen bildeten sich häufig Metastasen. Signifikant geringer jedoch war die Rate an Tochtergeschwulsten bei den Mäusen, die entweder allein mit Curcumin oder der Kombination aus Curcumin und Paclitaxel behandelt worden waren.

Polyphenole gehören zu den Pflanzenschutzstoffen, die sowohl Gerbstoffe als auch Flavonoide beinhalten. Sie befinden sich vorwiegend in den Randschichten der Pflanzen, wo sie als Oxidationsschutz wirken. Ihre antimikrobielle Wirkung kann zur Vermeidung von Infektionen beitragen .Sie übertreffen die antioxidative Wirkung der Vitamine C und E um Einiges.
Die Polyphenole des Grüntees, wo sie in hohen Konzentrationen vorkommen, bezeichnet man auch als Catechine. Sie haben sich als wachstumshemmend für antibiotikaresistente Staphylokokken erwiesen, die zu gefährlichen Infekten führen können. Man hat herausgefunden, dass sie vorbeugend gegen Karies und Parodontose (Zahnfleischerkrankung) wirken. Es gibt inzwischen auch Hinweise, dass sie DNS-Schäden vorbeugen und Arteriosklerose hinauszögern können. Einer Verklumpung der Blutplättchen wird vorgebeugt.
Der Forscher Fukuhara fand 1981 heraus, dass die Zugabe von Gerbsäure zu Lebensmitteln die Bildung kanzerogener heterozyklischer Amine (z.B. Nitrosamin) während der Nahrungszubereitung hemmte. Über Enzymhemmung können Pheolsäuren die Aktivierung von Pro-Kanzerogenen verhindern (Ergebnisse der Forscher Stich und Rosin 1984, Ayrton 1992)
Die Grünteepolyphenole können sich günstig auf hohen Blutdruck auswirken, ebenso auf den Fettstoffwechsel.
Die Gerbstoffe erschweren Bakterien, Viren und Pilzen den Zutritt zum Körper. Sie hemmen Entzündungen und beschleunigen die Wundheilung. Bei Durchfall beruhigen sie Magen und Darm und sie aktivieren die Speichel- und Verdauungsdrüsen, was den Stoffwechsel erleichtert und Magen-Darm-Beschwerden vorbeugt.
Das spezielle Polyphenol Epigallocatechingallat (EGCG) im Grüntee hält das Blut flüssig und vermindert so das Risiko für Infarkt, Schlaganfall, Thrombosen und Embolien.
Seine Blutzuckerspiegel regulierende Eigenschaft wirkt sich besonders positiv auf Diabetiker aus.
Uwe Gröber schreibt in seinem Buch: Orthomolekulare Medizin auf Seite 232: „...Das Wirkspektrum dieser auch als Phytamine bezeichneten pflanzlichen Inhaltsstoffe (z.B. Polyphenole in Soja, Sulfide im Knoblauch, Terpene in Tomaten) ist äußerst vielfältig: Sie wirken antioxidativ, immunmodulierend, hemmen die metabolische Aktivierung von Karzinogenen, steigern die Karzinogen-Detoxifikation.....“
Literatur:
Uwe Gröber: Orthomolekulare Medizin, Wissensch. Verlagsgesellschaft Stuttgart 2008
Watzl/Leitzmann: Bioaktive Substanzen, Hippokrates Verlag 1995
Earl Mindell: Die neue Vitaminbibel, Heyne Verlag 2007
Grüner Tee, genehmigte Sonderausgabe 1999 für Mixing GmbH, Neckarsulm
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag 2002
Dietl/Ohlenschläger: Handbuch der Orthomolekularen Medizin, Haug Verlag 2001

Beeren in rot und blau - die Anthozyane
Die natürlichen Farbstoffe in Beeren gehören zur großen Gruppe der Polyphenole oder Gerbstoffe. Viele pflanzliche Phenole sind als gesundheitsfördernde Substanzen bekannt. Eine Hauptrolle dabei spielen Anthozyane, die Farbpigmente in blauen und roten Früchten. Nach wissenschaftlichen Untersuchungen werden ihnen Schutzwirkungen vor degenerativen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Gelenke, der Augen, der Haut oder der Nieren zugeschrieben. Dies beruht auf ihrem antioxidativen Potenzial, also der Fähigkeit freie Radikale im Körper zu binden. Freie Radikale, die durch Strahlung und chemische Substanzen sowie bei vielen Stoffwechselfuktionen im Körper entstehen, greifen die Körperzellen an und verursachen neben dem natürlichen Alterungsprozess auch Krankheiten verschiedener Organe. Freie Radikale gelten auch als auslösender Faktor für Krebs.
Anthocyane werden unter der Bezeichnung OPC (oligomere Procyanidine) in konzentrierter Form als Nahrungsergänzungsmittel verkauft.
Beeren zeichnen sich aber noch durch weitere gesunde Inhaltsstoffe aus. Sie enthalten teilweise sehr viel Pektin, das heilsam und wohltuend für Magen und Darm ist. Ein hoher Gehalte an Vitamin C ist ein bekannter Gesundheitsfaktor, der nicht genug geschätzt werden kann. Die vielen Fruchtsäuren und Fruchtzucker erfrischen und beleben und tragen zum Wohlgeschmack bei.
Heidelbeere
Die Heidelbeere oder Blaubeere (Vaccinium myrtilis) ist ein bis ca. 50 cm hoch werdender, anspruchsloser Zwergstrauch, der in lichten Nadelwäldern, Heiden und Mooren Mittel- und Nordeuropas beheimatet ist. Heidelbeersträucher bedecken mancherorts den gesamten Waldboden. Die kleinen Beeren mit blauen, oft weiß bereiften Schalen und violettem Fruchtfleisch werden von Juli bis September reif. Sie färben Hände und Zähne intensiv dunkelblau.
Verwechseln kann man die Heidelbeere mit der etwas größeren, wenig schmackhaften Rauschbeere (V. uliginosum), deren Fruchtsaft aber hell und nicht färbend ist.
Zur Kultur wird die aus Nordamerika stammende, bis 2 m hohe Strauchheidelbeere V. corymbosum angebaut. Ihr Ertrag ist höher, ihre Beeren sind größer und beim Transport haltbarer als Wildheidelbeeren. Allerdings ist das Fruchtfleisch der Kulturheidelbeere nicht blau oder schwarz sondern farblos und hat einen weniger ausgeprägten Geschmack. Die Verkaufsware für Kuchen, Saft und Frischverzehr stammt teils aus Wildsammlung in Osteuropa und unseren Nachbarländern, teils aus Kultur.
Die Früchte der Heidelbeere haben es in sich, was gesunde Inhaltssoffe angeht. Sie enthalten Fruchtsäuren, Invertzucker und Pektine, die wertvollen Anthozyane und Flavonoide, darunter das Querzetin, entzündungshemmende Gerbstoffe und die Aminosäure Tryptophan, die beim Einschlafen hilft.
Heidelbeerfrüchte werden sogar medizinisch genutzt. Sie werden gegen Durchfallerkrankungen und zur Verbesserung der Sehleistung bei Nacht eingenommen. Äußerlich wirken sie gegen Entzündungen und tragen zur Wundheilung bei.

Traubenkernpoyphenole gehören als Bioflavonoide zu den Pflanzenschutzstoffen, die unter anderem in den roten Traubenkernen enthalten sind . Man bezeichnet sie auch als Oligomere Procyanidine (OPC), die vom französischen Professor Jack Masquelier nach dem zweiten Weltkrieg in den roten Erdnussschalen entdeckt wurden und deren gefäßschützenden Wert man recht bald schätzen lernte. 1955 gelang dem Forscher der Nachweis, dass OPC auch in Pinienrinde und in roten Traubenkernen vorkommt. Die Substanz ist in kleinen Mengen in fast jeder Pflanze enthalten, besonders gehäuft in Rinde, Früchten (in Schalen und Häuten), sowie in Blättern und Blüten von Bäumen und Sträuchern, weil sie die Pflanzen vor Oxidation schützt. Der Gehalt ist umso höher, je reifer die Pflanze geerntet wird und er nimmt bei der Lagerung wieder ab.
OPC verteilt sich innerhalb weniger Minuten im ganzen Körper- wobei es nach 45 Minuten die höchste Konzentration erreicht - und seine antioxidative Wirkung ist 20mal größer als bei Vitamin C und 50mal größer als bei Vitamin E. In Experimenten verstärkte OPC die Wirkung von Vitamin C um ein Vielfaches, weil es verbrauchtes Vitamin C bis zu 10mal regenerieren kann. OPC ist 100 % bioverfügbar, es geht also nichts verloren. Wegen seiner geringen Größe passiert OPC ebenso wie Vitamin C die Blut-Hirn- und die Rückenmark-Schranke und entfaltet seine Wirkung so auch an Stellen, die von den meisten Substanzen nicht erreicht wird.
OPC behindert die Histaminbildung und verkleinert derart das Risiko für Allergien. Es entfernt schädliche Lipofuscin-Ansammlungen (fett-eiweißhaltige Ablagerungen) in Herz und Hirn und erhöht die Elastizität des Kollagens, was zu besserer Haut- und Gefäßbeschaffenheit beiträgt und sich günstig auf Hauterkrankungen auswirkt.
Welche Funktionen erfüllt OPC im Körper?
- Antioxidans: OPC bekämpft sehr wirkungsvoll freie Radikale und stellt damit einen Schutzfaktor gegen Zellschädigungen dar. Freie Radikale sieht man heute als hauptverantwortlich für den Alterungsvorgang und als Mitbeteiligte bei vielen chronischen Krankheiten.
- Blut/Lymphe: OPC stärkt die Gefäßwände. Da es sich an Protein bindet, kann es bereits innerhalb eines Tages die Widerstandsfähigkeit der Blut- und Lymphgefäße verdoppeln. Es verbessert die Blutzirkulation, was sich positiv auf Sehkraft, Bindegewebe, Schleimhäute und Gelenke auswirkt.
- Haut: OPC schützt Kollagen und trägt damit zu besserer Hautbeschaffenheit bei.
- Allergien/ Entzündungen: OPC hat vorbeugenden Effekt, Wunden/Verletzungen heilen schneller
Literatur:
Simons/Rucker: Gesund länger leben durch OPC, Verlag Dr. A. Gößling 2005
J. van Lunteren/H. Ehmann: Vitamine helfen heilen, Lebensbaum Verlag 1998
Watzl/Leitzmann: Bioaktive Substanzen, Hippokrates Verlag 1995

Wissenswertes zu Granatäpfeln
Die apfelähnliche, anfangs grüne, später orangerote Frucht, die als Grenzfall einer Beere anzusehen ist, da das Fruchtfleisch nicht fleischig ist, allerdings auch nicht verholzt, hat einen Durchmesser von bis zu etwa 10 cm und ist durchzogen von vielen Wänden. Dadurch entstehen Kammern, in denen sich zahllose bis zu 15 mm große kantige Samen befinden, die jeweils umgeben sind von einem glasigen, saftig-prallen, tiefrot bis blassrosa gefärbten Samenmantel, der auf Druck leicht zerplatzt. Insgesamt sind etwa 400 Samen in der Frucht enthalten.
Granatäpfel zeichnen sich durch einen hohen Gehalt bioaktiver Inhaltsstoffe aus. Der Granatapfel enthält größere Mengen Flavonoide wie Anthocyane und Quercetin, Polyphenole vor allem Ellagitannine wie Punicalagin sowie Phenolsäuren wie Ellagsäure und Gallussäure mit wichtigen Funktionen für die Zellregulation. Er ist reich an Kalium und enthält unter anderem Vitamin C, Kalzium und Eisen. Die Früchte reifen nach der Ernte nicht nach, sie zählen zu den nichtklimakterischen Früchten.
Über 250 wissenschaftliche Studien zeigen, dass der Granatapfel eine positive Wirkungen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Arthritis haben könnte. Allerdings sind die meisten Studien nur auf Versuche mit Zellkulturen oder Tieren beschränkt. Der Granatapfel verfügt, selbst im Vergleich zu Rotwein und Blaubeeren, über besonders viele und stark wirksame Polyphenole, welche vermutlich für die positiven gesundheitlichen Effekte verantwortlich sind.
In einer Studie konnten Prostatakrebs-Patienten durch den täglichen Konsum von Granatapfelsaft ihren PSA-Wert, den zentralen Biomarker bei Prostatakrebs, drei-mal länger konstant halten als vor der Behandlung. Nach diesem Erfolg wird die Studie nun ausgeweitet. In einer Zellkultur-Studie, aus dem Jahr 2008 konnte außerdem gezeigt werden, dass auch im Spätstadium des Prostatakrebses Granatapfelsaft noch eine positiven Effekt auf die Zellstruktur haben kann.
In einer doppelblind, placebo-kontrollierten Studie an 45 Patienten mit koronarer Herzkrankheit erhöhte die tägliche Gabe von 240ml des Saftes des Granatapfels die Herzmuskeldurchblutung signifikant.
Granatäpfel gegen Herzinfarkt
Granatäpfel enthalten mehr Antioxidantien als alle anderen bisher bekannten Früchte. Ein Glas Granatapfelsaft täglich reduziert das Herzinfarkt-Risiko deutlich. Zu diesem Schluss kommt der israelische Forscher Michael Aviram vom Ramban Medical Center in Haifa. Granatäpfel haben nach den jüngsten Studien die meisten Antioxidantien, dreimal mehr als Rotwein oder Grüner Tee, berichtet BBC-Online.
Antioxidantien, auch Radikalfänger genannt, sind Stoffe, die freie Radikale neutralisieren. Zu den Antioxidantien zählen etwa die Vitamine C und E, Beta-Carotin sowie die Mineralstoffe Selen, Kupfer und Zink. Aber auch eine Reihe weiterer Stoffe, die vom Körper selbst hergestellt werden, gehören dazu. Antioxidantien reagieren schneller mit den Radikalen als die übrigen Stoffe. Dabei werden sie selbst zum Radikal, da sie ein Elektron an das Radikal abgeben. Durch das Abfangen der freien Radikale wird nach gängiger Lehre das Krebsrisiko reduziert, da der oxidative Stress als eine Ursache von Krebs angesehen wird. "Zu den Verursachern von oxidativem Stress zählen Umweltverschmutzung, Chemikalien, Viren und Bakterien", so Aviram.
Die Untersuchungen des israelischen Forschers werden nun auch am Londoner Hammersmith Hospital überprüft. Die israelischen Forscher haben entdeckt, dass Granatäpfel die Cholesterin Oxidation um die Hälfte reduziert und damit die Retention von LDL reduziert. Nach den Untersuchungen von Richard Bogle vom Hammersmith Hospital konnten Tanine, Polyphenole und Anthocyanine in den Granatäpfeln gefunden werden. Alle diese Stoffe wirken sich auf den Organismus positiv aus. Zusätzlich dazu finden sich in den Früchten auch große Mengen an den Vitaminen A, C und E sowie Eisen. Die Granatäpfel, die von Spanien bis Kalifornien fast überall gezüchtet werden, waren bereits in der Antike ein Symbol für Geburt, ewiges Leben und Tod. Gründe dafür war die blutrote Farbe des Fruchtfleisches.
In früheren Untersuchungen konnten Wissenschaftler feststellen, dass nur natürliche Antioxidantien die positiven Wirkungen entfalten. Künstlich zugeführte hatten keinerlei positive Effekte. Der Grund für die Unwirksamkeit von künstlich zugeführten Antioxidantien liegt darin, das sie unter Umständen wie Radikale wirken können. Das Gleichgewicht von oxidierenden und oxidierten Stoffen wird durch die im Übermaß vorhandenen Antioxidantien gestört.