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Magenbeschwerden
Der Magen ist ein unermüdlicher Arbeiter: Tag für Tag muss er mit all dem fertig werden, was wir ihm zumuten. Gemessen daran ist er eigentlich ein ziemlich gutmütiges Organ.
Seine Hauptaufgabe ist es, das Eiweiß aus der Nahrung zu spalten. Auf diese Weise bereitet er es so vor, dass es der Darm in den Körper aufnehmen kann. Um seine Aufgabe zu erfüllen, stellt der Magen zwei bis drei Liter Verdauungssaft pro Tag her. Dieser Saft ist ausgesprochen sauer. "Schuld" daran ist die Salzsäure. Bestimmte Zellen in der Magenschleimhaut sind darauf spezialisiert, Salzsäure herzustellen. Die Salzsäure macht den Magensaft so sauer, dass er die Magenschleimhaut angreifen würde, wenn sie keinen Schutz besäße. Doch unter normalen Umständen ist die Schleimhaut gut geschützt: Sie bildet Schleim, der sich wie eine schützende Barriere zwischen sie und den Magensaft legt.
Neben der Salzsäure enthält der Magensaft auch noch Enzyme (Fermente), die er fürs Spalten von Eiweiß braucht. Diese Enzyme sind für den sauren Magensaft gebaut - in diesem Milieu können sie am besten arbeiten. Die Magensäure hat also durchaus einen Sinn. Zudem tötet sie Krankheitserreger ab, die mit der Nahrung in den Magen gelangen. Zum Problem wird die Magensäure hauptsächlich in zwei Situationen: Wenn die Schutzfunktion des Magenschleims beeinträchtigt ist oder wenn die Magensäure so aggressiv ist, dass sich die Magenschleimhaut nicht wirksam vor ihr schützen kann. Die Folgen können Magenbeschwerden sein, Sodbrennen oder sogar ein Magengeschwür.
Magenschleimhautentzündung
Die Magenschleimhaut ist stark durchblutet und wird durch eine Schleimschicht vor aggressiven Stoffen (z.B. Magensäure) geschützt. Durch eine Schädigung dieser Schleimschicht kann die Magenschleimhaut angegriffen werden. Es kommt zu einer akuten Magenschleimhautentzündung (akute Gastritis) mit ähnlichen Beschwerden wie beim nervösen Magen. Je nach Ursache der Schleimhautentzündung stehen bestimmte Beschwerden im Vordergrund:
- Starker Magenschmerz oder Magenkrämpfe.
- Völlegefühl, Übelkeit, Erbrechen.
- Appetitlosigkeit, Allgemeine Schwäche.
- Belegte Zunge, evtl. Mundgeruch.
- Manchmal: Magenblutung.
Häufige Ursachen der akuten Gastritis
- Übermäßiger Alkoholgenuss.
- Medikamente z. B. Schmerzmittel, Rheumamittel, Kortison.
- Stress: psychische Belastungen und/oder körperliche Belastungen wie Verletzungen. Operationen, schwere Erkrankungen.
Was Sie tun können
- Die auslösende Ursache (s.o. ) vermeiden.
- 1-2 Tage Bettruhe halten.
- Fasten oder Schonkost beruhigen die Magenschmerzen. Mehrere kleine Mahlzeiten sind besser als wenige große.
- Tees, Tropfen oder Tabletten mit Kamille, Schafgarbenkraut oder Süßholzwurzel wirken entzündungshemmend und krampflösend. Auch Pfefferminztee wirkt beruhigend auf den Magen.
Wann Sie zum Arzt müssen
- Wenn die beschriebenen Beschwerden länger andauern oder immer wiederkehren.
- Wenn Bluterbrechen oder Blut im Stuhl auftritt.
Chronische Gastritis
Bei einer dauerhaften Entzündung der Magenschleimhaut spricht man von einer chronischen Gastritis. Oft treten dabei überhaupt keine Beschwerden auf, gelegentlich kommt es zu uncharakteristischen Oberbauchbeschwerden wie Blähungen, Aufstoßen oder Völlegefühl nach den Mahlzeiten.
Häufige Ursachen der chronischen Gastritis
- Infektion der Magenschleimhaut mit dem Bakterium Helicobacter pylori (85 % der Fälle).
- Medikamente wie Schmerzmittel, Rheumamittel, Kortison.
- Autoimmunerkrankung: Das Immunsystem bildet Abwehrstoffe (Antikörper) gegen Magenschleimhautzellen.
Was Sie tun können
- Vermeiden, was den Magen reizen kann (z.B. übermäßiger Alkohol- oder Kaffeegenuss, Rauchen).
- Wurde eine chronische Gastritis festgestellt, sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen wichtig.
Wann Sie zum Arzt müssen
Bei Verdacht auf eine chronische Gastritis sollten sie ihren Arzt aufsuchen. Im langjährigen Verlauf einer chronischen Gastritis besteht die Gefahr, dass sich ein Geschwür des Magens oder des Zwölffingerdarms entwickelt. Auch das Risiko für Tumore ist erhöht.
Ulcuskrankheit (Magengeschwür, Zwölffingerdarmgeschwür)
Im Gegensatz zur "oberflächlichen" Magenschleimhautentzündung liegt bei einem Geschwür (Ulcus) ein tiefer Schleimhautdefekt vor. Man unterscheidet ein Magengeschwür (Ulcus ventriculi) von einem Geschwür im Zwölffingerdarm (Ulcus duodeni), der an den Magen angrenzt. Ein Geschwür kann so tief in die Magen-, bzw. Darmwand eindringen, das es zu Blutungen kommt oder sogar die Darmwand durchbrochen wird. Im weiteren Verlauf treten Teerstühle (Blut im Stuhl) oder Bluterbrechen auf.
Das Zwölffingerdarmgeschwür ist viermal häufiger als das Magengeschwür. Männer sind öfter betroffen als Frauen. Ein Zwölffingerdarmgeschwür tritt eher bei jüngeren, ein Magengeschwür mehr bei älteren Menschen auf. Bei der Ulcuskrankheit kann es zu folgende Beschwerden kommen:
- Brennender oder bohrender Schmerz in der Magengrube. Die Schmerzen können im nüchternen Zustand, nach den Mahlzeiten oder unabhängig von den Mahlzeiten auftreten. Ein Nüchternschmerz kann sich durch Nahrungsaufnahme bessern.
- Völlegefühl, Aufstoßen.
- Übelkeit, Brechreiz.
- Gewichtsverlust.
- Blutungen.
Häufige Ursachen
- Chronische Gastritis verursacht durch Infektion des Magens mit dem Bakterium Helicobacter pylori.
- Rauchen.
- Medikamente wie Schmerzmittel, Rheumamittel, Kortison.
- Übermäßiger Alkoholgenuss.
- Stress: psychische Belastungen und/oder körperliche Belastungen wie Verletzungen. Operationen, schwere Erkrankungen.
- Erbliche Belastung.
- Übermäßige Magensäureproduktion (bei Zwölffingerdarmgeschwür).
- Rückfluss von Gallensaft in den Magen (bei Magengeschwür).
Was Sie tun können
- Alles vermeiden, was den Magen reizen kann (Alkohol, Coffein etc.), insbesondere aufs Rauchen verzichten.
Vorbeugung gegen Magenschleimhautentzündung und Ulkuskrankheit
- Gesunde Ernährung mit vielen Mineralstoffen
- Natürliche Heilmittel nehmen
- Nicht rauchen.
- Übermäßigen Alkohol- und Kaffeekonsum meiden.
- Sehr scharf gewürzte Speisen sowie extrem kalte oder heiße Getränke meiden.
- Patienten mit einem empfindlichen Magen sollten Magen reizende Medikamente wie z.B. Acetylsalicylsäure meiden.
- Möglichst keine stressreichen Berufe (z.B. Schichtarbeit) ausüben.
- Gesunde Ernährung
Völlegefühl, Sodbrennen, Bauchschmerzen - oft über Stunden hinweg anhaltend - sind der hohe Preis, den viele Menschen für eine hektische Lebensweise mit hastigem, unregelmäßigen Essen oder ein opulentes Festtagsmahl zahlen. Melissenextrakt bringt Magen und Darm sanft wieder ins Lot.
Zum Frühstück hastig ein Croissant heruntergeschlungen, mittags ein Imbiss im Stehen und abends ein reichhaltiges Dreigänge-Menü - kein Wunder, wenn der Magen dann gereizt reagiert. Völlegefühl, Blähungen, Übelkeit, Sodbrennen und Magenschmerzen sind die Folgen unserer modernen, hektischen Lebensweise. Wenn Sie zu Reizmagenbeschwerden neigen, dann sollten Sie zwei einfache Regeln beherzigen: Die erste: Nehmen Sie sich Zeit zum Essen. Die zweite: Gehen Sie bei der Lebensmittelauswahl nach dem Motto vor: "klein, aber fein". Auch bestimmte Zubereitungsarten sind von Natur aus schwer verdaulich, allen voran Fritiertes oder in viel Fett Gebratenes. Gönnen Sie Ihrem Magen schonendere Zubereitungen wie dünsten oder benutzen Sie beschichtetes Kochgeschirr. Damit lässt sich eine Menge Fett einsparen, ohne dass der Geschmack darunter leidet. Der Zusatz von Gewürzen wie Thymian und Rosmarin unterstützt die Verdauung auf natürliche Weise.
Eine bewährte Naturarznei, die den rebellierenden Magen wieder besänftigt, ist Melissenextrakt. Schon seit Jahrhunderten ist bekannt, dass die Melisse neben einer beruhigenden Wirkung auch ausgeprägte krampflösende und entblähende Eigenschaften besitzt, die normalisierend auf die Verdauung wirken. Dies bestätigte eine medizinische Untersuchung mit knapp 450 Patienten, die meist schon über viele Monate hinweg immer wieder an verschiedenen Magen-Darm-Beschwerden litten. Die dreimal tägliche Einnahme des Melissen-Präparats Gastrovegetalin (rezeptfrei in der Apotheke) linderte rasch die unangenehmen Symptome: Starke Beschwerden waren nach zwei Wochen bei 98 Prozent der Studienteilnehmer, nach vier Wochen sogar bei 99 Prozent beseitigt. Bei regelmäßiger Einnahme des hochdosierten Melissen-Präparats war jeder zweite Patient nach vier Wochen völlig beschwerdefrei. Eine erste Besserung der Beschwerden trat bei 68 Prozent schon nach nur wenigen Tagen ein. Die behandelnden Ärzte beurteilten die Wirksamkeit und Verträglichkeit des Präparats durchweg als "sehr gut".
Deglyzyrrhizinierte Süßholzwurzel liefert die notwendigen Nährstoffe, um das Helicobacter pylori-Bakterium abzutöten, das die Ursache der meisten Geschwüre ist. Es hilft dem Körper, den Magen zu reparieren und wieder zu beschichten.
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